Verstanden

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Notfalltelefon: 0160/3421167 (auch per Whatsapp)
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oder über unser Kontaktformular

Wie kann man uns unterstützen - Helfende Hände


In den letzten Jahren erreichen uns vermehrt pflegebedürftige Tiere. Dieses Aufkommen schaffen wir mit unseren aktuellen Pflegestellen nicht mehr, darum benötigen wir dringend Unterstützung in unserer ehrenamtlichen Arbeit für Igelhilfe und Igelschutz.
Wir freuen uns über jede interessierte, offene, igelfreundliche Person, die bereit ist einen kleinen oder größeren Teil ihrer Zeit und Möglichkeiten - jeder wie er kann - beizutragen.
Hilfe muss die richtige sein, deshalb müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.
Wir suchen Igelfreunde, die bereit sind, längerfristig bestimmte Aufgaben zu übernehmen und diese zuverlässig zu erfüllen. Die Aufgaben bedeuten Zeitaufwand, Arbeit und bedingt auch Geldausgaben. Im Folgenden stellen wir kurz die Arbeitsgebiete vor, damit jeder wirklich vorab einschätzen kann, auf was er sich einlässt:

Pflegestellen:

Was erwarten wir von einer Igelpflegestelle?
  • die Bereitschaft einem unter Naturschutz stehenden Tier richtig helfen zu wollen, so wie Lernbereitschaft zu den Themen: artgerechte Haltung, Unterbringung und Ernährung des Igels
  • einen ruhigen Raum, damit der Igel am Tag ungestört schlafen kann
  • dieser Raum sollte ein Fenster besitzen, so dass der Tag – Nacht – Rhythmus erhalten  bleibt
  • er sollte eine Temperatur um die 20° C haben, damit der Igel in der Wachphase bleibt und essen und zunehmen kann
  • in diesem Igelzimmer sollte Platz für eine oder mehrere Boxen sein, weil der Igel ein Einzelgänger ist und allein gehalten werden muss. Die Größe der Boxen muss seinem Bewegungsbedürfnis entgegenkommen, wünschenswert wäre eine Grundfläche von 1m²
  • der Igelpfleger führt eine regelmäßige Gewichtskontrolle durch und trägt Gewicht und etwaige Besonderheiten im Pflegeprotokoll ein
  • die Tiere essen und verdauen- die Geruchsbildung verrät, dass ein Tier gehalten wird
  • der Igelpfleger benötigt Zeit, um die Box und die Näpfe täglich zu säubern
  • die Box wird  mit Zeitungspapier ausgelegt und es entsteht Abfall, der im Hausmüll entsorgt wird.

1. Igelpflegestelle für Anfänger

  • Ihr erhaltet von uns einen stabilen Igel, der noch „aufgepäppelt“ werden muss, bis er sein Winterschlafgewicht erreicht hat. Ihr füttert, wiegt, kontrolliert und dokumentiert. Über die artgerechte Ernährung erhaltet ihr von uns Informationen. Natürlich muss jeden Tag sauber gemacht werden. Hat der Igel das gewünschte Gewicht je nach Witterung noch rechtzeitig erreicht, wird er wieder ausgewildert, anderenfalls hält er bei einer Überwinterungsstelle einen beschützten Winterschlaf bei Außentemperaturen.

2. Igelpflegestelle für Fortgeschrittene

Ihr erhaltet von uns einen Igel, der auf dem Weg der Besserung ist, aber noch einige „Baustellen“ haben kann. So kann es notwendig sein, einfache Behandlungen noch durchführen zu müssen:
  • Hautpflege z.B. wunde Stellen säubern und nach dem Trocknen Salbe auftragen
  • Heilbäder mit einem vom Tierarzt verordnetem Medikament in entsprechender Anzahl durchführen
  • Medikamente geben, die über das Essen aufgenommen werden
  • Inhalieren lassen
  • Kot sammeln für Kotproben
  • Augentropfen einträufeln
Dies ist nur eine Aufzählung und es heißt nicht, dass jeder Igel alle Behandlungen benötigt.
Ihr erhaltet von uns eine praktische Einweisung, die verschriebenen Medikamente sowie einen Therapieplan (wie oft, wie viel) und Anweisungen zur Ernährung. Tägliche Arbeiten sind wiegen, säubern der Box und der Näpfe und die Dokumentation.

3. Igelpflegestelle für Igelbabys

Igelbabys gibt es in unserer Region erfahrungsgemäß im August und auch noch im September. Mittlerweile zunehmend auch im Oktober. Die Igelbabyzeit ist begrenzt, dafür aber sehr zeitintensiv, denn die Babys müssen mit spezieller Aufzuchtmilch mehrmals am Tag in bestimmten Zeitabständen mit einer Pipette gefüttert werden, je weniger Gewicht sie haben auch nachts. Pipettieren heißt mit einer Einmalspritze mit aufgesetzter Gummizitze den Tieren ihre Ersatznahrung ins Mäulchen einzugeben.
Die Babys benötigen nur ein kleines Gehege mit einem stets warmen Nest.
Alle weiteren Einzelheiten sowie die praktische Unterweisung erfahrt ihr von uns.
Zum Einlesen in die Thematik empfehlen wir ein Merkblatt aus dem Pro Igel Onlineshop: Aufzucht verwaister Igelsäuglinge aus der Reihe Igelwissen kompakt 4.

Überwinterungshelfer:

Unsere Pflegeigel, die nicht rechtzeitig ihr Winterschlafgewicht erreichen konnten, benötigen einen Überwinterungsplatz für ihren Winterschlaf in menschlicher Obhut.
Wir suchen dringend Überwinterungshelfer, die Schlafplätze anbieten können für:
  • anschließende Auswilderung im eigenen Garten - das  betrifft ein Tier, das seinen Winterschlaf in einem Freigehege auf gewachsenem Boden in dem Garten verbringt, in dem es ausgesetzt werden soll, weil es noch kein eigenes Revier hatte oder nicht mehr an den Fundort zurück kann.
  • Bereitstellung eines sicheren Freigeheges für den Winterschlaf - das betrifft ein Tier, das nach dem Winterschlaf an den Finder zurückgegeben wird, da es sich an seinem Fundort auskennt und dieser geeignet ist, dort aber nicht betreut überwintern kann. Hierbei handelt es sich um Tiere, die bereits  über genügend Erfahrung verfügen, die sie zum Überleben in ihrem Lebensraum brauchen. Deshalb muss ein Freigehege nicht zwingend auf gewachsenem Boden stehen, sondern auch Terrasse, Balkon oder Carport sind denkbare Möglichkeiten, ebenso ein unbeheiztes Gartenhaus, in dem Gehege aufgestellt werden können.
    
Als Überwinterungshelfer übernimmt man eine verantwortungsvolle Aufgabe. Man stellt einen geeigneten Winterschlafplatz in menschlicher Obhut zur Verfügung, Folgendes muss beachtet werden:
  • das Gehege muss ausbruchssicher und sicher vor Feinden sein, auch von oben geschlossen.
  • ein ruhiger, ungestörter Ort, Außentemperatur, keine direkte Besonnung.
  • Bei reinen Überwinterungsgehegen reicht eine Mindestgröße von 1m². Sollten in einem Gartenhaus Kleintierboxen aufgestellt werden, sollten diese ein Platzangebot von mindestens 1,20 x 0,6 m haben. Hier wäre zusätzlich zu beachten, dass die Seitenwände wegen der Verletzungsgefahr  mit glattem Plattenmaterial versehen werden müssten. Wenn das Gehege als Auswilderungsgehege genutzt werden soll, sollte es 1-2m² groß sein.
  • ein Schlafhaus in Mindestgröße 30cmx30cmx30cm, gefüllt mit Nistmaterial (Zeitungsstreifen, Laub) muss darin enthalten sein.
  • eine überdachte Futterstelle oder ein Futterhaus mit entsprechenden Schälchen für Wasser und Futter muss vorhanden sein.

Ihr beaufsichtigt bzw. kontrolliert das Tier  für die gesamte Dauer seines Winterschlafs bis das Tier bereit ist, in die Freiheit entlassen zu werden:
  • tägliche Kontrolle des Geheges auf Auffälligkeiten (war das Tier wach, hat es gegessen, hat es Kot abgesetzt, ist der Auslauf intakt).
  • Bereitstellen von Futter und Wasser während des Winterschlafs.
  • geeignete Futtermittel für die Einschlaf- und Aufwachphase.
  • nach dem Aufwachen Auffütterung auf das Ausgangsgewicht.
  • Weiterführung des Pflegeprotokolls, Eintrag von Besonderheiten und Gewicht.

Einen Igel für die gesamte Zeit seines Winterschlafs zu betreuen, heißt vom November/Dezember bis Anfang Mai, manchmal auch bis in den Juni hinein, für den Igel da zu sein. Man muss die Ausgaben für artgerechtes Futter bedenken. Wir müssen dabei eine Kooperation mit uns in allen Punkten der Igelpflege gemäß BNatSchG, TierSchG und den Vorgaben von pro-igel eV erwarten.
Wir beraten und informieren bei Interesse gerne, auch mit Ortsbesichtigung. Ihr erhaltet alle notwendigen Informationen und wir stehen bei Fragen und Auffälligkeiten immer zur Verfügung. Regelmäßige Rückmeldung  und Absprache sind ausdrücklich erwünscht.]

Auswilderungshelfer, igelfreundliche Gärten/Grundstücke:

Wir sind immer auf der Suche nach Personen, die ein igelfreundliches Grundstück zur Auswilderung anbieten und damit einem Igel die Chance geben, in einem neuen Revier heimisch zu werden. Der Igel ist in der Regel reviertreu. Es gibt aber die Situation, daß das ursprüngliche Revier nicht mehr benutzbar ist oder ein aufgezogenes Jungtier, das noch nicht genügend Naturerfahrung hatte,  erst lernen muss, sich in der Natur zurecht zu finden. Vielleicht habt ihr Glück und der Gast bleibt.
Der Garten oder das Grundstück sollte folgende Merkmale aufweisen:
  • großer naturnaher Garten
  • Durchschlupfmöglichkeiten zu anderen Gärten
  • verkehrsberuhigte Lage oder Siedlungsrandlage (nicht gerade vielbefahrene Straßen in der Nähe)
  • eine beschattete Ecke zum Aufstellen eines Freigeheges (von uns erhältlich, kann man auch selbst bauen)
  • keine Gefahrenquellen für den Igel (Teich, Mähroboter etc.)
    
Das Freigehege sollte etwa 1-2m² groß sein und mindestens 50cm hoch. Es soll ausbruchssicher sein, damit sich das Tier nicht ausgraben kann. Gewünscht wird darin auch eine möglichst trockene Stelle, an der ein Schlaf- und ein Futterhaus steht.
In diesem eingezäunten Bereich bleibt der kleine Gast ca. 10 Tage, bis er freigelassen werden kann. Der Aufenthalt dient ihm dazu, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, wieder gewachsenen Boden zu fühlen, zusätzlich zur angebotenen Nahrung wieder natürliche Nahrung zu erbeuten und schließlich wieder die Muskeln zu trainieren.
Das Auswilderungsgehege mit Betreuung wird i.d.R. benötigt
  • im Herbst bis ca. Ende Oktober/Anfang November
  • im Frühjahr nach dem Winterschlaf (April-Juni)
Ein Auswilderungsgehege kann auch als Winterschlafgehege genutzt werden, bedarf dann aber Modifikationen. Was Bau und Ausstattung des Geheges in Größe und Material, Sicherheit, Ausstattung, die Zufütterung, die Freilassung und deren Zeitpunkt betrifft, wird mit uns im persönlichen Gespräch geklärt. Der Auswilderungsplatz muss einmal vorher gemeinsam angeschaut und besprochen werden.
Der Zeitaufwand betrifft die Anwesenheit eines Tieres im Auswilderungsgehege sowie die aufzuwendende Zeit für Fütterung und Sauberhalten , Wiegen und kurze Dokumentation.
Nach dem Auswildern sollte noch einige Zeit im Garten zugefüttert werden, um die Eingliederung zu erleichtern.

Helfer für den Fahrdienst:

Gesucht werden engagierte Menschen mit Auto und etwas Zeit, die bereit sind Besorgungen zu erledigen, z.B. Zeitungen vom Sammlerhaushalt zu einer Pflegestelle zu bringen oder Medikamente beim Tierarzt abzuholen. Auch müssen manchmal Gehege (zusammenlegbar oder in Einzelteilen) ausgeliehen werden, die können schon mal 1,80m lang sein, dann wäre ein Kombi oder ein Anhänger praktisch. Selten gibt es Igelfinder, die selbst nicht in der Lage sind, ihren Igel zeitnah in der Pflegestelle abzugeben, dann wäre es schön auf ein „Igeltaxi“ zurückgreifen zu können.
Dieser Aufgabenbereich ist mit relativ wenig Zeitaufwand zu erfüllen und eignet sich für Personen, die nicht regelmäßig eingesetzt werden möchten.

Geschickte Handwerker, vielseitig einsetzbare Helfer:

Werden  Auswilderungs- oder Winterschlafgehege ausgeliehen, müssen sie auch aufgestellt werden. Nicht jeder Betreuer ist handwerklich geschickt und würde sich über Mithilfe beim Aufbau freuen. Tüchtige Handwerker verfügen über entsprechende Werkzeuge, eventuell auch einen Akkuschrauber. Daher suchen wir Leute, die diesen Job, er wäre auch kombinierbar mit dem Fahrdienst, übernehmen würden. Er benötigt etwas mehr Zeit als der Fahrdienst, ist zeitlich begrenzt und nicht regelmäßig.

Baust du lieber Futter- und Schlafhäuser?          
Sie werden in jedem Gehege und in jedem igelfreundlichen Garten gebraucht.

Bastelst oder nähst du lieber?      
Diese Objekte könnten zum Verkauf genutzt werden oder zum Dekorieren  von Verkaufs- und Informationsständen.
Selbst genähte Kuschelsäckchen kämen unseren Kleinsten in den Pflegestellen zu Gute.

Wir könnten uns noch weitere Optionen vorstellen:
Freiwillige Helfer in unserer Pflegestelle mit den meisten Tieren, wo folgende Arbeiten anfallen: Boxen reinigen und desinfizieren, Futternäpfe einsammeln, einweichen, desinfizieren und in den Geschirrspüler einräumen, Wäsche waschen, Böden sauber wischen, Pflegestelle sauber halten etc. Für diese Arbeiten sollte man einmal in der Woche 2–3 Stunden Zeit einplanen.

Imker und Drohnenmilchhersteller:

Wir suchen einen oder mehrere Imker, die bereit wären uns ihre Drohnenbrut zu schenken. Aus ihr kann man Drohnenmilch herstellen, die als sehr nahrhafte Intensivnahrung zur Aufzucht geschwächter oder kranker Igel hervorragend geeignet ist.
Der/die Drohnenmilchhersteller/in löst die tiefgefrorenen Drohnen aus den Waben und passiert sie. So entsteht die Drohnenmilch, die dann in Eiswürfelbehältern eingefroren werden kann.

Bei allen genannten Aufgaben erhaltet ihr praktische Anleitung. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Beobachtet ihr Auffälligkeiten oder ungewohntes Verhalten oder gar Krankheitsanzeichen zögert nicht, ihr erhaltet Hilfe von uns. Ihr steht nie alleine bei eurer Aufgabe!
Wenn du dir eine oder mehrere Aufgaben aus dieser Aufstellung zutraust, Igel liebst, zuverlässig und verantwortungsvoll arbeitest, dann schreibe uns bitte eine Nachricht, gerne per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Wir können gerne noch im Gespräch zusätzliche Informationen geben, um deine Entscheidung zu festigen.