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Das Igeljahr - was ist gerade in unseren Gärten los und was kann jeder tun?


Sommer - zwischen Trockenheit, Paarung und Nachwuchs


Es ist soweit, die kleinen Igelchen kommen in unseren Gärten zur Welt, die Meisten im August und September.
Verzichtet bitte unbedingt darauf, Mähroboter laufen zu lassen, egal ob tagsüber oder nachts. Dadurch entsteht viel Elend und Qual unter den Stacheltieren, ganz junge Leben werden schnell wieder beendet, da die Kleinen auch tagsüber unterwegs sind oder eine Mutter kann sich nicht mehr um ihren Nachwuchs kümmern, wenn sie von den Maschinen auf ihren Versorgungsgängen tagsüber verletzt oder getötet wird.

Nach einer Tragzeit von 35 Tagen kommen durchschnittlich vier Junge zur Welt, auch mal mehr, mal weniger. Igel sind bei der Geburt zwischen 12 bis 25 Gramm und haben Augen und Ohren geschlossen, sie haben aber schon etwa 100 Stacheln, die anfangs noch weiß sind. Im Alter von 14 Tagen beginnen sich Augen und Ohren zu öffnen, nach drei Wochen kommen die ersten Zähnchen durch.
Die Igelmutter säugt die Kleinen etwa 6 Wochen lang, und zwar tagsüber, denn nachts geht sie selbst auf Nahrungssuche. Im Alter von etwa 3-4 Wochen verlassen die Jungen das Nest und unternehmen erste kleinere Ausflüge, bei denen sie damit beginnen, auch feste Nahrung aufzunehmen. Weder begleitet sie die Mutter auf der Futtersuche, noch zeigt sie ihnen, wie sie welche Nahrung erbeuten können. Mit sechs Wochen sind die Jungtiere selbständig und zerstreuen sich allmählich. Die Männchen haben mit der Aufzucht der Jungen nichts zu tun.

Eine Igelmutter ist, wie sollte es anders sein, stark eingespannt. Sie muss sich intensiv um ihren gefrässigen Nachwuchs kümmern, der anfangs noch gesäugt wird. Aber auch sie selbst muss weiterhin gut im Futter stehen, um das leisten zu können und sich nach der Aufzucht schon auf den Winterschlaf vorbereiten zu können. Oft findet sie leider für sich selbst nicht ausreichend Nahrung in dieser Zeit, weil es noch sehr heiß sein kann bei einem frühen Wurf (August) oder schon kalt wird, bei einem späten Wurf (kann auch Ende September, Oktober noch sein). Hier kann jeder eine Hilfestellung in dieser Zeit leisten, indem er in seinem Garten und auf seinem Grundstück eine Futterschüssel und immer eine Schale frisches Wasser bereit stellt, um den Igelmamas unter die Arme zu greifen. Konkrete Informationen zur Fütterunterstützung findet ihr auf unserem Menüpunkt Zufütterung
Die Igelinnen gehen deswegen auch später in den Winterschlaf als die Männchen, da sie sich nach der Aufzucht der Babys erst noch dick und rund für ihren eigenen Winterschlaf futtern müssen.


Stellt bitte immer eine Schale mit frischem Wasser für Igel auf, durch die extremen Witterungen (sehr lange Trockenzeiten komplett ohne Regen, sturzflutartiger Regen bei dem das Wasser schnell wieder abläuft ohne sich sammeln zu können) herrscht schnell Mangel an Trinkmöglichkeiten für die kleinen Tierchen. Auch Insekten profitieren davon, die wiederum die Nahrung für Igel darstellen. Das kann ganz einfach ein Blumentopfuntersetzer mit Wasser sein oder eine flache Schüssel. Die Igel können das Wasser riechen und nehmen auch längere Wegstrecken auf sich, um an das lebenswichtige Gut zu kommen, wenn sie einmal wissen, dass es an einer bestimmten Stelle etwas gibt.