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Das Igeljahr - was ist gerade in unseren Gärten los und was kann jeder tun?


Winter - Zeit des Schlafens für den Igel


Gesunde Igel suchen und bauen sich bei optimaler Witterung ihr Winterschlafnest im Herbst und begeben sich ab Oktober/November in den Winterschlaf. Die Männchen legen sich zuerst ab, die Weibchen etwas später nach der Jungen-Aufzucht und die Jungigel sind am Längsten wach, manchmal noch bis in den Dezember hinein. Sie müssen sich noch ausreichend Speck anfuttern und sich ein passendes Nest suchen und bauen.
Damit Igel in den Schlaf kommen, muss es dauerhaft mindestens unter 8° Grad haben, besser ist natürlich, wenn es noch etwas kälter ist. "Warme" Winter sind also für die Igelpopulation höchst schädlich und schwierig. Je länger die Phase dauert, in der sie noch nicht schlafen können, weil es nicht kalt genug ist, desto anstrengender ist das für sie. Sie verbrauchen Energie, weil sie wach sind, finden aber kaum Futter und verbrauchen somit schon ihre Winterschlafreserven. Zudem wachen sie aus ihrem Schlaf auf, wenn die Temperaturen mehrere Tage über den genannten 8-10° liegen. Dann werden sie aktiv, obwohl es noch kein Futter gibt und sie noch schlafen sollten.

Hilfreich sind für die Igel naturnahe Gärten, in denen sie sich möglichst einfach ein gutes Nest bauen können. Dieses muss wasserdicht und trocken sein und geschützt liegen. Dafür benötigt es Hecken, Gestrüpp, Totholzhaufen, Material zum Abdichten des Nestes wie Laub, Reisig, Moos etc. Man kann auch mit selbstgebauten oder geeigneten gekauften Häusern oder Unterschlupfe den Nestbau für den Igel erleichtern. Je unaufgeräumter und verwilderter ein Garten ist, desto mehr kommt das dem Igel entgegen.

Bitte verzichtet im Zeitraum Oktober- April darauf, große Veränderungen und Arbeiten in euren Gärten vorzunehmen. Dabei kann es leicht vorkommen, dass man das Winterschlafnest eines Igels aufstöbert und zerstört. Dieser ist dann hilflos, je früher es im Jahr ist, desto mehr benötigt er Hilfe, wenn es noch kalt ist und dadurch keine Nahrung für ihn zu finden ist.
Da die Igel klimabedingt zunehmend später im Jahr in den Winterschlaf gehen, wachen sie auch oft entsprechend später auf, zumal es auch in den Monaten April/Mai noch richtig kalt werden kann.
Ein Igel verliert bis zu einem Drittel Körpergewicht im Winterschlaf. Nach dem Aufwachen, was ein paar Tage dauert, bis er wieder richtig aktiv geworden und sein Stoffwechsel hochgefahren ist, benötigt er dementsprechend Nahrung. Igel, die in Obhut überwintern müssen, dürfen ihr Gehege erst in die Freiheit verlassen, wenn sie das Gewicht erreicht haben, das sie vor dem Winterschlaf hatten. Diesen "Luxus" der Nahrungssicherheit haben die in Natur überwinternden Igel nicht, weshalb es nie ein Fehler ist, ab März im Garten zuzufüttern.
Denn oft werden im März die ersten Igel in ihren Nestern gestört, da viele die Gartenarbeiten schon aufnehmen. Dann brauchen sie ein regelmäßiges Nahrungsangebot, was die Natur zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bieten kann.

Wenn Igel in Obhut überwintert werden müssen, benötigen sie ein abgesichertes Gehege an einem sicheren und möglichst trockenem, kalten Plätzchen. Dieses sollte mindestens 1m x 1m Meter groß und 50cm hoch sein und eine licht- und luftdurchlässige Abdeckung haben. Darin braucht er noch ein Schlafhäuschen sowie Wasser- und Futternäpfe.
Im folgenden wollen wir euch ein Überwinterungsgehege zeigen, das selbstgebaut wurde und an sich für jeden nachzubauen ist.
Wir haben unsere Gehege aus Schalbrettern gebaut (4 Wandplatten, 2 Bodenplatten gegen die Feuchtigkeit), die Rahmen der Abdeckung sind aus Holzlatten und Hasendraht.


Wir haben alle Materialien aus dem Baumarkt. Da manche Igel sehr empfindlich sind, was Luftzug durch die Ritzen der Bretter angeht, und dadurch deutlich schlechter in den Winterschlaf gelangen, haben wir es zusätzlich von innen mit Pappkarton verkleidet, was aber zunächst kein Muss ist. Als Unterlage dienen eineige Lagen Zeitungspapier, als Nistmaterial eignet sich sehr gut Zeitungspapier in Streifen gerissen, wir sammeln im Herbst zusätzlich Laub, das wir den Igeln als Naturmaterial noch dazugeben können.
Falls ihr euch auch selbst betätigen wollt und Fragen zur Herstellung habt, meldet euch gerne, am besten per E-Mail.